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Entschleunigung durch Social Media mit 7 Tipps gegen den Facebook-Stress

Entschleunigung was heißt das eigentlich – welches Synonym kann man hier einsetzen? Ent-schleunig-ung bedeutet soviel wie einen Prozess verlangsamen, ohne ihn zum Stillstand zu bringen. Vom Gas zu gehen, mal etwas weniger auf die Tube zu drücken und Druck aus unserem Leben raus zu nehmen.

Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Blogparade des Webmasterfriday. Es finden sich unterschiedliche Blogger zusammen, die alle über das gleiche Thema aus ihrer eigenen Sicht schreiben. Diese Woche geht es um das Thema: Alles wird immer schneller – wie findet ihr euer Tempo? Mehr dazu findet ihr beim Webmasterfriday.

Druck ist ein gutes Stichwort – insbesondere im Bereich Social Media. Nicht nur der soziale Stress, der entsteht, wenn wir uns mit unseren Freunden, mit denen wir bei Facebook, Twitter, Instagram und Co. verbunden sind baut Druck auf, auch die ständige zeitliche Verfügbarkeit baut Druck auf.

Freunde erwarten, dass wir schnell auf Nachrichten antworten und immer verfügbar sind. Doch wie können wir damit umgehen?

Zufriedenheit – vergleiche dich nicht mit anderen

Regelmäßige Urlaube werden mit atemberaubenden Fotos auf Instagram und Facebook dokumentiert – und je größer dein Freundeskreis bei Facebook ist, umso eher hast du das Gefühl, dass jeder ständig in den Urlaub fährt – nur du nicht. Das zieht einen natürlich runter.

Bedenke nur, dass wenn du 52 Freunde bei Facebook hast und jeder von ihnen nur eine Woche Urlaub im Jahr macht, dann ist es rein rechnerisch möglich, dass jeden Tag des Jahres einer deiner Freunde im Urlaub ist – und vielleicht davon Bilder postet.

Das Thema Urlaub kannst du mit vielen verschiedenen Themen austauschen, die vielleicht so genannten Sozial-Neid wecken können: Neues Haus, toller Job, intaktes Familienleben, Luxusgüter… die Liste kann beliebig verlängert werden.

Nutze deine Zeit – für dich

Während man dann diese Bilder anschaut – und seine eigene Zeit damit verbummelt – wächst die Zahl der Aufgaben, die man eigentlich erledigen wollte immer weiter an.

Hört man dann auch die Urlaubsbilder der Facebook-Kontakte zu betrachten, merkt man schnell, dass man das, was man eigentlich erledigen wollte kaum noch schaffen kann.

Nimm dir endlich mal wieder Zeit für dich, für etwas, was du schon lange mal wieder machen wolltest – ein Bild malen, einen alten Freund anrufen oder mal wieder einen guten Krimi lesen.

Entschleunigung bedeutet: gehe bewusst mit deiner Zeit um

Ein guter erster Schritt für die Entschleunigung durch Social Media ist es, Benachrichtigungen der Social Media Kanäle so einzustellen, dass man wirklich nur über wichtige Ereignisse informiert wird.

Was dir wichtig ist, entscheidest du selbst. Ich selbst etwa habe alle Ping-Meldungen ausgestellt. So sehe ich nur, was bei Facebook los ist, wenn ich die App oder Webseite bewusst öffne.

Umgib dich mit Menschen, die dich glücklich machen

Wenn du dann zum Beispiel in der Mittagspause oder im Feierabend schauen möchtest, was deine Freunde so treiben, dann ist das vollkommen gut und in Ordnung.

Jeder von uns kennt jedoch Menschen, die immer nur das negative im Leben sehen und jeden Augenkontakt nutzen, um sich zu beschweren und zu jammern. Wenn du ein gutes Herz hast, wovon ich ausgehe, wird dich das die meiste Zeit nicht unberührt lassen.

Leider kann man auf Facebook aber keine Abhilfe für diese Probleme schaffen – insbesondere weil es oftmals Kleinigkeiten sind, die keiner von uns ändern kann wie das Wetter, oder das Auto hat eine Panne, oder, oder, oder…

Teil deine Zeit ein und nutze diese Zeit bewusst

Häufig wurde mir gesagt, dass bei Facebook oder Twitter nur belangloser Quatsch geteilt wird. Dann sage ich immer: das liegt an dir! Viele reagieren mit einem fragenden Gesicht.

Dabei ist es ganz einfach: Es ist nämlich so, als würdest du eine Party schmeißen und dich dann beschweren, dass deine Gäste langweilig, belanglos oder vielleicht sogar rassistisch sind – wie würdest du auf einer solchen Party reagieren?

Du müsstest nur dein Verhalten konsequent auf Facebook und Co. ebenso durchführen. Nette Freunde, die nur belanglose Essensfotos posten kann man auch ganz unauffällig auf stumm schalten. Auf diesem Weg kann man seinen Facebookstream so filtern, dass einen nur noch die wichtigen und interessanten Infos erreichen.

Natürlich gibt es keine Garantie – wie auch bei einer Party – fehlt diese einfach. Es wird dir aber leichter fallen, deine Zeit mit relevanten Informationen zu verbringen, als dir das tausendste Katzenvideo anzuschauen. Wenn du jedoch interessante Denkanstöße oder dir wichtige News auf Facebook oder Twitter bekommst, dann ist schon viel gewonnen. Es ist deine Entscheidung!

Entschleunigung heißt: setze dir erreichbare Ziele

Jeder von uns weiß, dass wenn Probleme auf uns zukommen, hat man genau zwei Möglichkeiten, damit umzugehen. Entweder, man kann es ändern, das Problem also in eine Chance oder ein Ziel verwandeln oder man ändert sich selbst, und wächst an dem Problem.

Probleme, die man ändern kann sind natürlich super. Ist der Kuchen nichts geworden – dann backen wir eben einen neuen. Wird uns der Job gekündigt – ist das vielleicht eine große Chance zum Beispiel als Freelancer durchzustarten. Es bedeutet jedoch nicht, dass wir nie wieder eine Arbeit finden, die uns erfüllt und von der wir unseren Lebensunterhalt bestreiten können.

Bei Problemen, die wir nicht ändern können ist es etwas schwieriger, weil wir uns mit den Folgen abfinden müssen. Wenn etwa die Lieblingsvase runterfällt und in tausend Teile zerbricht und wir genau wissen, dass wir dieses Vintage-Teil aus Omas Fundus nicht ersetzt werden kann, dann zwickt das schon mal im Bauch.

Der Verlust eines geliebten Menschen ist schrecklich und wir können ihn nicht wieder lebendig machen, aber wir können nach einer intensiven Trauerphase wieder zu unserem Leben zurückkehren, in dem es uns wieder besser und gut geht. Dabei ist es wichtig, sich eigene Ziele zu setzen.

Fazit: Abweichungen sind erlaubt – verliere nur dein Ziel der Entschleunigung nie aus den Augen

Entschleunigung bedeutet, sein Leben bewusster zu leben, in dem eigenen Tempo, ohne sich von außen Druck machen zu lassen. Hier fasse ich für dich nochmal die wichtigsten Punkte zusammen, wie du durch Social Media zu deinem eigenen Tempo findest.

Es wird sicherlich einige Wochen dauern – jeder Mensch ist schließlich anders und manche wollen häufiger von anderen lesen als man selbst.

  1. Höre auf deinen Bauch!
  2. Accounts, Facebookseiten oder Menschen, die dich nicht interessieren oder die du nicht kennst und nicht magst gehören nicht in deinen Stream – schalte sie auf stumm, entfreunde sie oder entlike die Facebookseite
  3. Minimiere die Benachrichtigungen von Facebook, Twitter und Co auf ein Level, das für dich angenehm ist du kannst dies in den Einstellungen deines Smartphones vornehmen
  4. Nimm dir bewusst Zeit für etwas – entscheide vorher, wie lange du dich damit beschäftige möchtest
  5. Mein Tipp: Führe ein oder zwei Wochen ein Zeitkonto – schreib hierfür alle Wochentage auf ein Blatt Papier von Montag bis Sonntag und trage dann ein, wie lange du womit deine Zeit verbracht hast
  6. Mach jeden Tag mindestens eine Sache, die du schön findest
  7. Mach jeden Tag mindestens eine Sache, die du schön findest ohne darüber auf Facebook, Twitter oder Instagram und Co. zu berichten – du lebst dein Leben für dich und nicht, um damit Likes zu sammeln!
Alice

Alice

Hi, mein Name ist Alice und ich liebe es einfach, über die Themen zu schreiben, die mich gerade beschäftigen. Dabei kann es schon mal vorkommen, dass ich etwas abschweife. Aber - hey, wer kennt das nicht?
Alice

4 Gedanken zu „Entschleunigung durch Social Media mit 7 Tipps gegen den Facebook-Stress

    1. Alice Beitragsautor

      Hallo Peter,
      ja, Achtsamkeit ist die Basis, eine achtsame und positive Grundeinstellung – mit der man sich auf den für einen selbst richtigen Weg macht.
      Viele Grüße
      Alice

      Antworten
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  2. Pingback: Entschleunigung - sachtes Tempo gegen Stress und Hektik

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